Mikroplastik ganz einfach aus seinen Einkäufen heraus filtern? Das geht heute schon!

AllyouneedFresh führt den ersten Filter für

Mikroplastik im Online-Supermarkt ein.

 

  • Mikroplastik wird in vielen Kosmetika wie Duschgel, Shampoo oder Zahnpasta eingesetzt und stellt damit ein zunehmendes Problem in den Weltmeeren und unserer Nahrungskette dar.

  • AllyouneedFresh bietet seinen Kunden einen Filter im eigenen Online-Shop an, mit dem Artikel, die Mikroplastik enthalten, aus dem individuellen Angebot herausgefiltert werden können.

 


Gibt es zum Beispiel in Schweden bereits ein Verbot zum Verkauf von Produkten die Mikroplastik enthalten, wird es in Deutschland immer noch vertrieben. Zwar existiert es hier von einigen Herstellern eine Selbstverpflichtung zum Verzicht auf Mikroplastik, diese wird aber oft „selbst“ umgangen. AllyouneedFresh hat in seinem Online-Shop jetzt einen neuen Filter installiert: einmal angeklickt, werden alle Produkte die Mikroplastik enthalten aus dem Angebot herausgefiltert und man kann „mikroplastikfrei“ einkaufen.

Mikroplastik wird heute vor allem in Kosmetik und Reinigungsprodukten zugesetzt. Es sorgt dort für das sogenannte „Peeling“ oder eine sanfte Reinigung. Oft unterstützt es einfach Marketingaussagen. Einen bestimmten Produktvorteil, der Kunden zum Kauf überreden soll. Auch fühlt sich das Produkt auf der Haut, durch Kunststoff-Bestandteile oft wertiger an. Das gilt zum Beispiel für sogenannte „Polyquarterne“, das ist ein flüssiger Kunststofffilm, der sich beim Auftragen auf die Haut verteilt und sie angenehm glatt erscheinen lässt. Auch in Shampoos kommt es vor. Hier verhindert es das „Ziepen“ beim Kämmen und kann „Volumen“ in der Frisur erzeugen.

Mikroplastik kommt in unseren Produkten in verschiedenen Formen vor. Grundsätzlich gelten alle Kunststoffteile als Mikroplastik, die kleiner als 5mm sind. Mikroplastik in unseren Kosmetik- und Reinigungsprodukten, ist oft sogar noch viel kleiner. Teilweise sogar nur Bruchteile eines Millimeters. Oder es ist sogar flüssig. Flüssige Kunststoffe fallen zwar „noch“ nicht offiziell unter Mikroplastik, es könnte aber ebenso schwierig für eine intakte Umwelt sein wie festes Mikroplastik – AllyouneedFresh hat es daher in seinem Filter mit einbezogen.

Das Problem dieser kleinen und kleinsten Formen von Mikroplastik, ist die oft unnötige Belastung der Umwelt. Denn vor allem kann Mikroplastik mit unseren heutige Kläranlagen nicht einfach aus dem Wasser herausgefiltert werden, in das es durch die einfache Anwendung der entsprechenden Produkte gelangt. Und das heißt, dass es unter anderem auch in unsere Flüsse gespült wird und möglicher Weise im Trinkwasser landet. Es wird aber auch von Tieren im Wasser aufgenommen, zum Beispiel durch die Nahrung, dort angereichert und gelangt so in unsere Nahrungskette, also auch in unseren Körper. Was das auf lange Sicht mit unserem Körper macht, ist noch nicht hinreichend erforscht. Bei Tieren können wir aber heute schon sehen, dass wesentliche Lebensfunktionen eingeschränkt werden.

Jens Drubel, Gründer und Geschäftsführer bei AllyouneedFresh:

Als das Thema bekannter durch die Presse wurde, haben wir uns sofort zusammengesetzt und nach einer Lösung gesucht. Das war gar nicht so einfach, denn die Auszeichnung von Mikroplastik wird nicht einfach auf die Rückseite von Produkten gedruckt und es gibt auch immer wieder neue Zusammensetzungen. Wir mussten selber suchen und die verschiedenen Kunststoffarten und ihr Verhalten in der Umwelt recherchieren. Dabei hilft uns auch die Arbeit von Umweltverbänden. Mit den auf diese Weise zusammengestellten Daten ist es uns gelungen einen ‚Mikroplastikfilter‘ in unserem Shop zu installieren. Zunächst für die Kategorien Kosmetik, Baby und Kind. Mit einem Klick kann man hier alle uns heute bekannten Produkte, die Mikroplastik enthalten, herausfiltern. Weitere Kategorien und neue Kunststoffarten werden wir ergänzen. Das ist eine große Arbeit. Wir freuen uns dabei auch auf Unterstützung durch unsere Kunden. Wenn diese ein Produkt finden, dass wir noch nicht vermerkt haben sollten, nehmen wir das gerne in unseren Filter auf. Langfristig hoffen wir, dass es insgesamt immer weniger Produkte mit Mikroplastik gibt.

Mikroplastik müsste gar nicht in Produkten vorkommen. Natürliche Zusatzstoffe, die allerdings etwas teurer sind, wie Sand oder zermahlene Aprikosenkerne, haben einen ähnlichen Effekt und werden zum Beispiel auch in Naturkosmetik eingesetzt – sie könnten Mikroplastik ersetzen.

Mikroplastikfreie Produkte gibt es aber auch heute schon. Naturkosmetik, die zum Beispiel durch NaTrue, BDIH, ECOCERT oder Demeter zertifiziert ist, enthält nur natürliche Zusatzstoffe. Genauso gibt es auch konventionelle Produkte, die ohne Mikroplastik auskommen. Diese alle zu erkennen, ist aber nicht einfach, da Mikroplastik sich hinter verschiedensten Bezeichnungen verstecken kann. Deshalb setzt AllyouneedFresh auf einen eigenen Produkt-Filter, der es Kunden einfach macht. Er findet sich oben in der Suchleiste oder in den verschiedenen Kategorien am linken Seitenrand. Einmal Klicken und schon ist das Sortiment Mikroplastikfrei.

Wenn Sie mehr über Mikroplastik wissen wollen, lesen Sie auch den Beitrag in unserem Magazin: https://www.allyouneedfresh.de/magazin/was-ist-mikroplastik/